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Poker – die Grundregeln

Heute werden hauptsächlich drei Varianten gespielt: Texas Hold'em, Stud und Draw Poker. Diese werden im Folgenden näher erläutert.

Draw

Draw Poker ist der Klassiker, der uns vor allem in den Saloons alter Westernklassiker, aber auch noch in einigen amerikanischen Fernsehserien der 70er und frühen 80er Jahre begegnet. Dabei erhält jeder Spieler fünf Karten, es wird gesetzt, dann einmal beliebig viele Karten getauscht und noch einmal gesetzt. Danach folgt ggf. der Showdown.

Stud

Bei Stud Poker erhalten die Spieler zunächst zwei verdeckte und eine offene Karte. Es wird gesetzt. Danach erhalten die verbliebenen Spieler eine weitere Karte, und es folgt eine weitere Setzrunde.

Insgesamt werden bis zu sieben Karten verteilt, die letzte allerdings wiederum verdeckt. Statt zwei Setzrunden wie im Draw Poker gibt es hier also bis zu fünf Setzrunden. Außerdem liegt ein großer Teil der Karten offen auf dem Tisch, was den Ablauf des Spiels deutlich verändert. Diese Variante war im 20. Jh. die beliebteste und wurde in allen Card-Casinos der Welt gespielt.

Es gibt Stud-Poker in verschiedenen Variationen, die wichtigsten sind Seven Card Stud, Seven Card Stud Hi-Lo und Razz. Das Besondere an Stud Hi-Lo ist, dass der Pot geteilt wird, wenn es auch eine „Low Hand“ gibt. Dabei handelt es sich um die niedrigste mögliche Kombination von fünf Karten. Die höchste dieser Karten darf höchstens eine Acht sein. Straights und Flushes dabei nicht.

Eine besonders kuriose Variante trägt den Namen Razz. Hier gewinnt grundsätzlich das schlechteste Blatt, wobei ebenfalls Flushes und Straights keine Bedeutung haben. Die beste Kombination ist hier also A-2-3-4-5.

Texas Hold'em

Die am häufigsten gespielte Pokervariante.

Die Hauptvariationen sind Texas Hold’em und Omaha. Texas Hold’em ist das Spiel, das durch den Pokerboom der letzten Jahre heute über 90% aller Partien ausmacht.

Bei diesem Spiel erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten. Nach der ersten Setzrunde werden drei Karten offen auf den Tisch gelegt. Nach der zweiten Setzrunde ein weitere, nach der dritten Setzrunde eine letzte. Es gilt, aus den bis zu sieben Karten die bestmögliche Fünf-Karten-Kombination zu bilden. Die offenen Karten sind allerdings Gemeinschaftskarten, d.h. sie können von jedem Spieler „benutzt“ werden.

Dadurch ergibt sich eine einzigartige Dynamik, die in den anderen Varianten nicht gegeben ist. Bei Omaha Poker, das in letzter Zeit zunehmend beliebter wird, erhält jeder Spieler bei gleichem Spielablauf vier statt zwei Karten, muss aber grundsätzlich zwei seiner Karten einsetzen, während es bei Texas Holdem auch erlaubt ist, die Kombination mit nur einer Hole Card (wie die verdeckten Karten genannt werden) zu bilden. Wenn beispielsweise vier Karten in Karo auf dem Tisch liegen und man selbst ein Karo hält, hat man bei Texas Hold’em einen Flush, bei Omaha jedoch nicht. Außerdem wird Texas Hold’em in den meisten Fällen als „No Limit“ gespielt, was bei den anderen Varianten in der Regel nicht der Fall ist.
 
No Limit bedeutet, dass jeder Spieler jederzeit die Möglichkeit hat, all-in zu gehen, also all seine Chips zu setzen, um damit den größtmöglichen Druck auf seine Gegner auszuüben. „Bluff oder gute Karten?“ das ist die Frage, die sich Pokerspieler auf aller Welt am häufigsten stellen, wenn sie gegeneinander antreten. Ein guter Spieler muss nicht nur in der Lage sein, seine Chancen ständig neu zu berechnen, er muss auch taktisches Geschick haben, Strategien entwickeln können und einen feinen Sinn für Psychologie besitzen.